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Willy-Brandt-Haus 

Königstraße 21| Tel. 122 425 0

 

Austellung
Willy Brandt - Ein politisches Leben im 20. Jahrhundert

© Lübecker Nachrichten

18:00 bis 23:00 Uhr im Halbstundentakt

im Foyer

Erleben Sie die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus in einer Kurzführung. Die Referentinnen und Referenten des Hauses bieten einen Blick ins abwechslungsreiche 20. Jahrhundert. Nicht nur als Außenminister und Bundeskanzler war Willy Brandt viel unterwegs. In den Kurzführungen zeigen wir auf, was es für Willy Brandt bedeutete, ein Weltbürger im 20. Jahrhundert zu sein. 

19:00 bis 20:30 Uhr: Welche Emotion ist unterwegs? 

Eine offene Mitmachstation von „Mutwerk“

Welche Gefühle prägen aktuell unsere Gesellschaft und politische Gespräche? Besucher:innen sind eingeladen, spontan Emotionen auszuwählen, Gedanken zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen – niedrigschwellig, interaktiv und unterwegs zwischen persönlicher Erfahrung, Politik und Erinnerung.

„Mutwerk“ entwickelt Formate zu emotionaler Kompetenz, gesellschaftlichem Dialog und politischer Bildung.

21:00 bis 21:30 Uhr: Live-Podcast Denkfabrik von Deutschlandradio: "Das Recht des Stärkeren: Wie Machthaber die Welt neu ordnen" 

Im Rahmen der Deutschlandradio-Denkfabrik ist Deutschlandradio erstmalig zu Gast in den LÜBECKER MUSEEN. Im Raum 6 des Willy-Brandt-Hauses wird ein Livepodcast aufgezeichnet.

„Das Recht des Stärkeren: Wie Machthaber die Welt neu ordnen“ lautet das diesjährige Thema der Denkfabrik, dem Publikumsprojekt von Deutschlandradio. Das passt zu den Inhalten, die im Günter Grass-Haus sowie im Willy-Brandt-Haus in Lübeck einen zentralen Platz einnehmen. Mit den jeweiligen Direktor:innen beider Häuser, Dr. Bettina Greiner und Dr. Jörg Philipp Thomsa, wird sich Stephanie von Oppen aus der Literaturredaktion von DLF Kultur unterhalten und einen historischen sowie literarischen Bogen schlagen von den Zeitläuften Willy Brandts und Günter Grass in eine politische Gegenwart, angesichts derer sich beide Nobelpreisträger mehr als nur die Augen reiben würden.

22:00 / 23:00 Uhr: Dalli-Klick  

In Raum 6

Süße Preise gibt es bei „Dalli-Klick“ zu gewinnen. Wie gut kennen Sie sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts aus?

Foto: © Olaf Malzahn

 

Auf der gemeinsamen Gartenbühne des Günter Grass- und Willy-Brandt-Hauses:  

 

17:30 bis 18:15 Uhr: "Junges Schauspiel Lübeck" – Theaterstück Helme Heine "Freunde"

Johnny Mauser, Franz von Hahn und der dicke Waldemar - die drei besten Freunde meistern zusammen die Höhen und Tiefen des Lebens. Vom Radausflug übers Versteckspielen bis zur Seeräuberfahrt über den Dorfteich erleben sie gemeinsam große Abenteuer. Dabei wird immer wieder deutlich: Jeder kann etwas anderes besonders gut - und genau dadurch sind sie als Freunde nicht aufzuhalten. 

Das Thema Freundschaft beschäftigt Kinder und Erwachsene über alle Altersstufen hinweg. Im Zentrum der Geschichte stehen hierbei Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Zusammenhalt.

Mit viel Musik, Bewegung und Tanz hat Regisseur Sven Niemeyer den Bilderbuchklassiker von Helme Heine auf die Bühne gebracht.

Photo: Sylvia Fischer  www.sylviafischer.de

18:00 bis 21:00 Uhr: Offene Werkstatt. Postkartendruck von Freunden für Freunde

Gestaltet zur Museumsnacht eure eigenen Postkarten rund um das Thema Freundschaft. Denn wer unterwegs ist, versendet Grüße an seine Freunde! Dabei könnt ihr mit einer einfachen Drucktechnik eure eigenen Motive schaffen oder fertige Motive von Günter Grass und Helme Heine nutzen. Verseht eure Karte mit einer lieben Nachricht und schickt sie in die Welt!

18:30 / 20:00 / 21:00 / 23:00 Uhr: Musikalische Reise "Unterwegs"

Aitana Navas (v), Rafa Müller (d), Giorgi Kiknadze (b) und Emre İşlemecioğlu (g) nehmen Sie mit auf eine musikalische Reise zu ihren Wurzeln. Die Route führt uns von Lübeck über Andalusien nach Brasilien, von dort in die Türkei und nach Georgien. Lassen Sie sich inspirieren von dem Zusammenspiel der Kulturen.

Aitana Navas ist eine deutsch-spanische Sängerin mit internationaler Ausrichtung und klarer künstlerischer Handschrift. Ihr stilistisch vielseitiges Repertoire verbindet Jazz, Soul und Latin mit zeitgenössischer Eleganz. Erste öffentliche Aufmerksamkeit erlangte sie durch ihre Teilnahme an The Voice of Germany. Sie hat eine dieser raren Stimmen, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Eine Stimme voller Seele und Tiefe... sanft, zärtlich, manchmal traurig und oft ganz kraftvoll. Eine Stimme, die immer tief berührt und der man endlos zuhören möchte.

Rafa Müller ist ein brasilianischer Schlagzeuger, der seit 2021 in Hamburg lebt. Der Musiker aus Porto Alegre hat unter anderem bei Größen wie Ricardo Arenhaldt, Holger Nell, Kiko Freitas u.a gelernt. Er spielte auf vielen Bühnen in ganz Brasilien, UK (z.B. Edinburgh Jazz & Blues Festival), Deutschland (z.B. ELBJAZZ, Multiphonics Festival Köln, jazzahead).

Giorgi Kiknadze stammt aus einer georgischen Musikerfamilie; Zunächst spielte er Cello, Gitarre und Klavier. 1991 wanderte er mit seiner Familie nach Lübeck aus. Dort machte er 2002 sein Abitur und begann im selben Jahr sein Studium als Jazzinterpret an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Kiknadze leitet sein eigenes Quartett mit Frank Delle, Lukas Klapp und Konrad Ullrich sowie sein Trio mit Rainer Böhm und Konrad Ullrich, mit dem er Musik aus Georgien interpretiert. Mit Adrian Hanack, Silvan Strauss, Sven Kerschek und Lukas Klapp bildete er die Formation H.S.K.K.K., die Stücke von David Bowie interpretiert. 

Emre İşlemecioğlu ist ein Multiinstrumentalist aus Lübeck. Seine Musik ist bodenständig, unprätentiös und ehrlich. Mit den Roots in der Türkei interpretiert er mit Kazim-Kamer Kalayci im Duo Babayani anatolische Sounds nach Belieben mal traditionalistisch und mal überraschend aus der Reihe.

19:00 - 19:30 Uhr I 21:30 - 22:00 Uhr I 22:30 - 23:00 Uhr: Buchvorstellung Hasnain Kazim 

Hasnain Kazim wurde 1974 in Oldenburg geboren und ist Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer. Er wuchs in Hollern-Twielenfleth im Alten Land, vor den Toren Hamburgs, und in Karatschi in Pakistan auf, studierte Politikwissenschaften und schrieb für den SPIEGEL. Als Auslandskorrespondent berichtete er aus Islamabad und Istanbul, heute lebt er in Wien. 

Mehr „unterwegs“ als Hasnain Kazim kann man nicht sein, er lebt zwischen und in den Welten und in seinen Büchern geht es genau darum: In „Grünkohl und Curry“ (um 19:00 Uhr) beschreibt er sein Leben zwischen Asien und Oldenburg, in „Deutschlandtour“ (um 21:30 Uhr) wagt er einen politischen Reisebericht durch seine Heimat und in „Der Islam und ich“ (um 22:30 Uhr) zeichnet er sein persönliches Bild vom Islam. Kazim stellt diese drei Bücher vor und zeigt, warum es sich lohnt, immer wieder unterwegs zu sein.  

Hasnain Kazim, 2023, Copyright www.peterrigaud.com
(c) Peter Rigaud

19:30 bis 20:00 Uhr: Lesung und Gespräch "Falsche Freunde" mit Christoph Peters

Über falsche Freunde spricht Museumsdirektor Jörg-Philipp Thomsa mit dem Autor Christoph Peters, bekannt unter anderem für seinen Roman „Entzug“. Im Gespräch auf der Gartenbühne schildert er seine Alkoholsucht, deren Auswirkungen, seine Entgiftung und die lange Reise zu sich selbst.

Christoph Peters, 1966 in Kalkar geboren, debütierte als Romancier im Jahre 1999 mit „Stadt Land Fluss“. Zahlreiche Werke folgten, auch solche, in denen sich sein Interesse an der japanischen Kultur spiegelte. So präsentierte der Autor, der in Karlsruhe Bildende Kunst studiert hat, in einer Ausstellung nicht nur seine Sammlung von Teeschalen, sondern auch seine einschlägigen Zeichnungen. Zuletzt erschien von ihm eine Trilogie in Anlehnung an das Werk von Wolfgang Koeppen. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr dabei der Roman „Innerstädtischer Tod“ (2024), in dem sich der Berliner Galerist Johann König und dessen Ehefrau zu erkennen glaubten; die juristische Auseinandersetzung endete vor dem Bundesverfassungsgericht, das die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung annahm.

20:30 bis 21:00 Uhr: Lesung und Gespräch "Falsche Freunde" mit Rina Schmeller

Alkoholsucht aus einer anderen Perspektive beleuchtet die Autorin Rina Schmeller im Gespräch mit Carl Manzey. In ihrem autofiktionalen Debüt "Co", 2026 erschienen, erzählt sie von der Co-Abhängigkeit einer Frau, die die Alkoholsucht ihres Partners aus Liebe ungewollt jahrelang unterstützt und deren Alltag davon immer mehr bestimmt wird. Schließlich befreit sie sich und erlangt Schritt für Schritt ihre innere Freiheit zurück.

Rina Schmeller, 1986 geboren, hat in Leipzig Literarisches Schreiben und in Berlin Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft studiert. Sie hat Aufenthaltsstipendien erhalten und war Teil der Autor*innenwerkstatt Prosa 2020 des Literarischen Colloquiums Berlin. Zu ihrer Arbeit an »Co« hat sie 2024 den Essay »Bedeutung erleben« veröffentlicht (Edit Nr. 91). Sie lebt in Lübeck.

22:00 bis 22:30 Uhr: Lesung und Gespräch "Falsche Freunde" mit Rina Schmeller und Christoph Peters

In einem gemeinsamen Gespräch zum Thema Alkoholismus finden die Autor:innen Rina Schmeller („Co“) und Christoph Peters („Entzug“) Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit und beschreiben, welchen Weg sie einschlagen mussten, um sich wieder von diesem „falschen Freund“ zu befreien. Die Moderation übernimmt Carl Manzey.

Kulinarisch

Im Museumsgarten sorgt der Tonfink mit kühlen Getränken und einer heißen Mahlzeit (vegan, vegetarisch oder mit Fleisch) für Ihr leibliches Wohl.